Sehr geehrte Patienten, liebe Eltern!

Da ich meinem Mann nach Berlin folge, wird die Praxis zum 01.05.2019 geschlossen.
Ich kann aus diesem Grund ab sofort keine Neuanmeldungen mehr annehmen und bedanke mich bei allen, die mich in der langen Zeit meiner Selbstständigkeit unterstützt haben. Vielen Dank für Ihr Vertrauen und für die zahlreichen Weiterempfehlungen an mich.

Alles Gute!
Vera Magritz

Praxis für Logopädie/Sprachtherapie
Praxis für Logopädie/Sprachtherapie

Dyslalie

Unter Dyslalie versteht man eine Aussprachestörung. Damit kann ein Lispeln (auch Sigmatismus genannt), eine Lautersetzung (z.B. /t/ statt /k/) oder Lautauslassungen etc. gemeint sein.

Man unterscheidet zwei Arten der Artikulationsstörung.

Zum einen gibt es die sog. Phonetische Störung. Diese zeigt sich vor allem dadurch, dass einzelne Laute nicht richtig gebildet werden. Das kann auf Laut-, Silben-, Wort- und Satzebene sein. Mögliche Ursachen liegen in einer zu schwachen Motorik der beteiligten Mundmuskeln oder in alten Gewohnheiten, wie dem Schnuller (wenn er sehr häufig und bis ins hohe Kindergartenalter benutzt wird), der eine Verformung des ganzen Kiefers nach sich ziehen und damit die Eigenwahrnehmung im Mundraum und die richtige Artikulationsstellung negativ beeinflussen kann. Aber auch Gewohnheiten wie das Daumenlutschen und eine dauerhafte Lippen- und Mundöffnung verändern die Strukturen der wichtigen Sprechwerkzeuge und führen so mitunter zu einer Artikulationsstörung. Auch Hörstörungen können dazu führen, dass ein Kind die Laute nicht richtig unterscheiden kann und daher eine falsche Lautproduktion übernimmt.

Zum anderen spricht man von einer sog. Phonologischen Störung, die eigentlich mehr eine Sprach- als eine Sprechstörung ist, weil ihre Ursache nicht in einer zu schwachen Muskulatur oder fehlerhaften Bewegung der Artikulatoren zu finden ist, sondern der Fehler vielmehr im "System" liegt, also in der falschen Zuordnung des Lautes in das sprachliche System. Das heißt, ein Kind kann zwar auf Lautebene ein /k/ bilden, spricht aber in der alltäglichen Situation z.B. von einem /Täse/ statt von einem Käse.

Daher ist eine ausführliche Diagnostik sehr sehr wichtig, um diese Arten unterscheiden zu können oder eine Mischform festzustellen, die ebenfalls im therapeutischen Alltag häufig auftritt. Als Ursache phonologischer Störungen gelten vor allem die auditiven Differenzierungsprobleme, also das Unterscheiden von Höreindrücken.

Dipl.-Päd. Vera Magritz | Praxis für Sprachtherapie (Logopädie) | Breite Str. 15 | 45657 Recklinghausen | Telefon: 02361 409 71 86 | mail@sprachtherapie-magritz.de

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